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Donnerstag, 18. September 2008

Cataratas de Iguazu

Letzte Woche haben wir fast vollstaendig an den Wasserfaellen von Iguazu verbracht. Am Montag 18 Stunden Hinfahrt (gluecklicherweise ueber Nacht in einem Bus der es dank Coche-Cama auch zuliess zu schlafen), Ankunft war dann Dienstag morgens um 11. Da auf der brasilianischen Seite der Weg kuerzer ist und man deutlich weniger Zeit braucht, entschlossen wir uns mit der Ansicht der Wasserfaelle zu beginnen.
Selbst von der anderen Seite des Tals waren die Faelle sehr imposant - Bilder folgen aufgrund eines fehlenden USB-Sticks erst in Deutschland. Nach 2 Stunden Touristen-Gequetsche waren wir auch fertig und freuten uns auf den naechsten Tag um die Faelle mal von "innen" zu erleben.
Nach einem kurzen Bad im fatzenkalten Pool des Hostels ging es abends noch jeweils ein Pizza essen, obwohl die Bedienung uns nicht zutraute diese zu schaffen. Ok es blieben auch 2 Stuecke uebrig ;)
Ausgeschlafen ging es dann mittwochs auf die argentinische Seite. Alles in allem deutlich imposanter von oben auf die Teufelsschlucht zu schauen und auch sonst sehr nah an den Faellen zu sein.
Die Insel die in der Mitte des Tals liegt konnten wir leider nicht besuchen, da das Wasser aufgrund der vorangegangen Regentage lieder zu hoch war.
Wenn man aber mal in Argentinien/Paraguay/Brasilien ist sollte man sich diese Faelle aber auf keinen Fall entgehen lassen.

Freitag, 12. September 2008

Recife - Frankfurt

Und auch der längste Urlaub ist einmal zu Ende - und daher hier noch ein paar Bilder von der Rückreise.

Letzter Blick aus dem Flugzeug auf das Flughafengebäude von Recife.

Dann ging's diesmal tatsächlich an der Küste entlang (nachdem der Hinflug eher im Hinterland war) Richtung Sao Paulo. In Recife hatte es am Vormittag noch heftig geregnet, aber beim Flug war die Küstenlinie immer wolkenfrei, so dass man eine klasse Aussicht hatte.

Die Bucht von Rio. Das Flugzeug flog fast genau über den Corcovado, der auch beeindruckend aus 11.000 m Höhe ist, aber leider nicht zu fotografieren.

Im Hinterland haben sich einige Gewitterwolken gebildet, die aus dem Flugzeug äußerst imposant aussehen.

Und hier noch ein kleiner Ausschnitt von Sao Paulo im Smog

Vom weitere Flug von Sao Paulo nach Frankfurt gibt es leider keine Bilder, den der Fensterplatz, den ich hatte, war leider am Notausgang, wo kein Fenster war.

Ziemlich verwirrend ist es dann allerdings, im Flugzeug ca. 1 Stunde vor der Landung Frühstück serviert zu bekommen und dann, wenn man den Flughafen verläßt, feststellt, dass es in Deutschland bereits 15:00 ist.

Recife - Tag 20

Heute noch mal einen auf Kultur. In Recife steht die erste Synagoge, die in Amerika errichtet wurde. In der Rua Bom Jesus, in der früher nur Juden gewohnt haben ...

... steht die Synagoge Kahal zur Isreal (weißes Gebäude).
Thora - in der Spiegelung der Vitrine ist die Deckenkonstruktion zu erkennen.

Im Erdgeschoß ist der ursprüngliche Boden teilweise freigelegt und mit Glasabdeckungen gesichert, hier die Mikwe

Recife - Tag 19

Und heute nun das etwas andere Urlaubsprogramm, das bei der Mehrzahl der Brasilianer leichte bis mittelschwere Verwirrung hervorgerufen hat. Wer besucht schon freiwillig eine Deponie - auf der doch eh bloß Abfälle rumliegen, es stinkt und überhaupt bäh ist. Aber die komischen Deutschen interessieren sich ja für alles mögliche und fotografieren ja auch arme Leute und schmutzige Städte.

Daher hier also ein paar Bilder der Zentraldeponie von Recife in Jaboatao, wo gerade ein Deponiegasabsaugversuch gestartet wird, um das Energiepotential zu untersuchen, dass ins öffentliche Netz eingespeist werden kann. Der Versuch wird durch die Universität betreut, die das ganze Programm sehr wissenschaftlich aufgezogen hat, so gibt es z. B. 2 Lysimeter auf dem Gelände, in denen Vorversuche durchgeführt wurden, sowie eine Wetterstation, um die Relation zwischen Temperatur, Niederschlag und Deponiegasanfall zu untersuchen.

Blick auf einen bereits verfüllten Bereich - das bestehende Tal mit der Deponieauffahrt soll zu einem späteren Zeitpunkt auch noch verfüllt werden.

Gasbrunnen - Typ América del Sur

Gassammelbalken und Kondensatabscheider

Neben der Deponie ist auch noch eine kleine Fläche auf der Kompost hergestellt wird.

Auf einer weiteren Teilfläche ist eine Sortieranlage geplant, um in Eigenregie verwertbare Anteile aus dem Abfall zu sortieren, was im Moment noch durch Slumbewohner direkt auf der Einbaufläche gemacht wird.

Neben der Abfallsortierung auf der Deponie gibt es auch noch Abfallsammler, die mit Handkarren durch die Stadt fahren und die Abfälle dort direkt nach Verwertbarem durchsuchen.

Montag, 8. September 2008

Recife - Tag 18

Heute ging es nach Norden. In Igarassu sind die aeltesten Kirchen Brasiliens zu finden, die die Portugiesen nach ihren Siegen ueber die eingeborenen Indianern gestiftet haben. In unmittelbarer Naehe befinden sich 3 Kirchen (Convento Santo Antônio, Igreja dos Santos Cosme e Damião, Convento Sagrado Coração de Jesus).

Teile der urspruenglichen Steine in St Antônio

Ueber dem Kreuzgang in St. Antônio

Igresia dos Santos Cosme e Damião

Danach waren wir auf der Insel Itamaracá, wo das brasilianische Umweltministerium eine Schutzstation fuer Seekuehe betreibt. Da diese vor der Kueste vom Aussterben bedroht sind, werden sie hier gepflegt und z. T. auch wieder ausgewildert.




Die Insel ist von einem grossen Mangrovenwald umgeben

Und natuerlich wieder was portugiesisches: ein Fort direkt am Strand

Recife - Tag 17

Nachdem wir am Vormittag einen kleinen Einkaufsbummel durch den zentralen Kunstmarkt 'Mercado de São José' gemacht haben, ging es am Nachmittag nochmals nach Olinda.

Blick auf den Atlantik

Blick ueber die Bucht nach Recife

Kloster St. Bento


Altstadtgasse mit Recife im Hintergrund

Gegenwarts- (Strassen-)kunst

Z. T. sind die Haeuser gut erhalten und werden in Olinda oft als Kunstateliers genutzt, oft ist aber der Verfall schneller als die Renovierungsbemuehungen.

Geschnitzte Eingangstuer:

Recife - Tag 16

Kleiner Exkurs in die Baugeschichte:
Zum Schutz gegen die Witterung sind viele Haeuser hier mit Kacheln geschuetzt. Die aeltesten wurden von den Portugiesen aus der Heimat mitgebracht, z. T. wurden auch franzoesische Kacheln verarbeitet. An alten Haeusern findet man eine grosse Vielfalt an Mustern, bei den modernen Gebaeuden wird in der Regel mit einfarbigen Kacheln gearbeitet.


Der bekannteste lebende Kuenstler in Recife, Francisco Brennand, setzt die Keramik sehr kunstvoll ein. In einem eigenen Museum sind sowohl Skulpturen, Zeichnungsentwuerfe als auch Gebrauchskeramik zu sehen.



Das Museum ist in einer ehemaligen Ziegelei eingerichtet.


Am Abend waren wir noch in einem kleinen Art-Kino in Recife, um 'La Banda' anzuschauen, eine israelisch-franzoesische Produktion ueber eine kleine aegyptische Musikgruppe, die einen Auftritt in einem palaestinensichen Dorf in Israel machen will. Sich aber aufgrund von Sprachschwierigkeiten in ein israelisches Dorf in the Middle of Nowhere verirrt. Ich hatte dabei auch mit kleineren Schwierigkeiten zu kaempfen, da der Film im Original mit brasilianischen Untertiteln gezeigt wurde und das Original neben englisch auch in arabisch und hebraeisch war. Werd in mir wohl in Deutschland noch mit deutschen Untertiteln anschauen - ist aber auf jeden Fall empfehlenswert.

Samstag, 6. September 2008

Recife - Tag 15

Heute war wieder klassischer Kulturtag.
Als erstes besuchten wir den Gouverneurspalast am Platz der Republik. Der Regierungssitz wurde 1841 durch die Portugiesen errichtet, nachdem sie den zuvor am selben Ort stehenden Bau, der durch die Hollaender gebaut worden war, zerstoert hatten. Im Treppenhaus sind in 2 wunderschoenen Hinterglasmalereien ueber die Unabhaengigkeitskriege zu sehen.


Direkt daneben liegt das Theater Santa Isabel, ein wunderschoener Jugendstilbau.


Freitag, 5. September 2008

Recife - Tag 14

Nachdem tagsueber etwas faulenzen angesagt war, gings abends noch nach Olinda zum MIMO - Mostra Internacional de Música em Olinda. Violine und Klavier von Mozart, Franck und Grieg in der Igreja da Sé, der groessten Kirche des Ortes.

Mittwoch, 3. September 2008

Recife - Tag 13

Der Tag begann mit einer mittelschweren Enttaeuschung. Eigentlich wollte der Tiger nach Buenos Aires weiterziehen, aber die brasilianische Fluggesellschaft hatte den Flugplan geaendert, ohne unserem deutschen Reisebuero die Aenderung mitzuteilen. So war das Flugzeug schon in der Luft als wir am Flughafen ankamen. Es folgte eine Reihe von Diskussionen bis wir einen Flug einen Tag spaeter bekamen, der aber nicht ueber Sao Paulo, sondern ueber Brasilia und Porto Alegre nach Buenos Aires hatten.
Aber in jedem negativen Ereignis steckt auch ein positives. So haben wir gemeinsam das Nachmittagsprogramm absolviert, das die Suche nach dem letzten noch existierenden Zeppelin-Landemast und eine Katamaranfahrt durch den alten Hafen von Recife umfasste.

Unser Beitrag zum 100jaehrigen Zeppelin-Jubilaeum:
In der Zeit von 1931 bis 1938 hatte ein regelmaessiger Transatlantikdienst existiert, bei dem in Brasilien Recife der Landeplatz war. Im Gespraech mit unseren Bekannten hatte sich herausgestellt, dass der Landeplatz als historisches Denkmal geschuetzt ist, aber eigentlich keiner weiss, wo er liegt ("irgendwo in einer suspekten Gegend"). Durch einige Nachforschungen hatten wir dann aber doch jemanden gefunden, der schon mal dort war, und noch in etwa wusste, wo zu suchen ist. Die Fahrt fuehrte dann tatsaechlich durch einige eher heruntergekommene Viertel und nach einigen Fragen an Tankstellen, die nicht wirklich zielfuehrend beantwortet wurden, sind wir bei einer Polizeistreife erfolgreich gewesen. Denn der Turm liegt in einem polizeilichen Uebungsgebiet, in dem u. a. Spezialeinheiten Schiessuebungen abhalten. In Brasilien stellt dies aber kein weiteres Problem dar. Nachdem an der Schranke der Vorname des Fahrers angegeben wird, kann man ohne weiteres auf dieses Gelaende. Von einem Uebenden wurden wir dann noch freundlich darauf hingewiesen, dass es kein Problem sei, den Turm zu fotografieren, wir sollten nur nicht auf das uebrige Gelaende, da hier scharf geschossen wird.



Anschliessend sind wir dann in den alten Hafen gefahren, von wo aus man diesen mit Katamarenen befahren kann. Die Fahrt fuehrt ueber zwei Flussarme unter diversen Bruecken durch, die aufgrund der Flut gerade so passiert werden konnten. Die Bebauung entlang des Ufers ist z. T. durch repraesentative Gebaeude gekennzeichnet, die erhalten werden, der groesste Teil ist aber leider vom Verfall bedroht.



Am Abend waren wir dann noch in einer Kneipe in der Altstadt.

Sonntag, 31. August 2008

Porto de Galinhas - Maracaípe

Am Samstag ist wieder Strand angesagt. Dieses Mal ein kleines Surferparadies suedlich der Touristenhochburg Porto de Galinhas. Am Strand gibt es viele kleine Bars und Kneipen, in denen mal vorzueglich essen kann (natuerlich vor allem Fisch in allen Variationen).


Wir waren waehrend der Flut am Strand, so dass dieser entsprechend klein war. Die Einheimischen meinen allerdings, dass die Flut bisher noch nie so hoch war, wie jetzt. Dadurch werden der Strandweg und auch nah am Meer gelegene Huetten trotz Boeschungssicherung immer weiter unterspuelt.

Am Abend dann noch eine kleine Einfuehrung in die Kunst des Surfens, der aber aufgrund der fuer Anfaenger doch recht hohen Wellen nicht sehr erfolgreich war.

Nova Jerusalem - Teil 2

Am zweiten Tag in Nova Jerusalem sind wir mit einer Gruppe Hollaendern auf Jeep-Safari. In einer Gruppe von 4 Jeeps mit jeweils 7 Personen sind wir in die nahegelegenen Berge gefahren.

Die erste Station der Tour war das Heimatmuseum in Breja, wo verschiedene alte Gebrauchsgegenstaende und auch einige praehistorische Ausgrabungsgegenstaende ausgestellt sind.



Danach ging es weiter in die Berge. Auf steilen, unbefestigten Wegen, die zum Teil durch den Regen vom Vortag aufgeweicht waren, ging es auf bis zu 1100 m Hoehe. Immer wieder gab es ueberwaeltigende Ausblicke, die z. T. fuer Fotostops genutzt wurden.

Die Landschaft ist so weit es geht landwirtschaftlich genutzt. Inzwischen wird aber auch versucht, noch vorhandene urspruengliche Urwaelder zu bewahren, so dass vereinzelte Schutzgebiete eingerichtet wurden. Durch ein solches wurden wir auf einem schmalen Trampelpfad gefuehrt. Eine faszinierende Vielfalt an Pflanzen und Lichtverhaeltnissen, die sich durch sich auf den Fotos nur unzureichend darstellen lassen.


Beeindruckend ist auch die sonstige Vegetation. So ein kleines Wandelroeschen, dass in Deutschland muehsam gepaeppelt werden muss, waechst hier halt einfach so vor sich hin.

Und die Adventssterne "bluehen" hier das ganze Jahr.

Am hoechsten Punkt der Tour hatten wir ein kleines Picknick auf einer Farm, auf der Bananen, Zitronen und Kaffee angebaut wird.


Mancher fand hier sogar einen neuen Freund, der nur schweren Herzens zurueckgelassen wurde.